FeNO-Messung
Die FeNO-Messung ist eine einfache und schonende Untersuchung der Ausatemluft. Sie kann Hinweise darauf geben, ob in den Atemwegen eine entzündliche Aktivität besteht.
Was wird bei der FeNO-Messung untersucht?
FeNO steht für die fraktionelle Konzentration von Stickstoffmonoxid in der ausgeatmeten Luft. Stickstoffmonoxid, kurz NO, ist ein Botenstoff, der unter anderem in den Atemwegen gebildet wird.
Bei entzündlichen Prozessen in den Bronchien kann die Menge an NO in der Ausatemluft erhöht sein. Deshalb kann die FeNO-Messung helfen, eine eosinophile Entzündung der Atemwege besser einzuschätzen.
Gut zu wissen
Die Untersuchung ist nicht belastend und wird häufig zur Verlaufskontrolle bei Asthma bronchiale eingesetzt.
Warum ist das bei Asthma wichtig?
Beim Asthma bronchiale liegt häufig eine Entzündung der Atemwege zugrunde. Bestimmte Entzündungszellen, die eosinophilen Granulozyten, spielen dabei eine wichtige Rolle.
Die FeNO-Werte können mit dieser Entzündungsaktivität zusammenhängen. Deshalb kann die Messung ergänzend zur ärztlichen Untersuchung und zur Lungenfunktion wichtige Hinweise liefern.
Wie läuft die FeNO-Messung ab?
Die Messung erfolgt mit einem speziellen Messgerät. Wichtig ist eine ruhige, gleichmäßige Ausatmung, damit die NO-Konzentration zuverlässig erfasst werden kann.
Vorbereitung
Die FeNO-Messung sollte möglichst vor einer Spirometrie oder vor einer Bronchodilatation erfolgen, da diese die Werte beeinflussen können.
Einatmen
Je nach Gerät wird nach einer tiefen Ausatmung tief über das Gerät oder frei durch den Mund eingeatmet.
Ausatmen
Anschließend wird langsam und gleichmäßig über etwa zehn Sekunden gegen einen Widerstand in das Gerät ausgeatmet.
Ergebnis
Das Gerät misst die NO-Konzentration während einer stabilen Phase der Ausatmung. Das Ergebnis wird direkt im Anschluss angezeigt.
Wie werden FeNO-Werte eingeordnet?
Die Normalwerte hängen unter anderem von Körpergröße, Geschlecht und Alter ab. Frauen haben tendenziell niedrigere Werte als Männer, Kinder niedrigere Werte als Erwachsene.
Welchen Nutzen kann die FeNO-Messung haben?
Diagnosestellung
Erhöhte FeNO-Werte können zur Diagnosestellung eines Asthma bronchiale beitragen, besonders dann, wenn zum Untersuchungszeitpunkt keine deutliche Verengung der Atemwege messbar ist.
Therapiesteuerung
Erhöhte Werte können auf eine entzündliche Reaktion hinweisen, die häufig gut auf entzündungshemmende Medikamente, insbesondere inhalative Kortikosteroide, anspricht.
Therapietreue und Ansprechen
Bleiben FeNO-Werte unter Therapie erhöht, kann das ein Hinweis darauf sein, dass Medikamente nicht regelmäßig, nicht korrekt oder nicht ausreichend wirksam angewendet werden.
Risikoeinschätzung
Nach dem Absetzen einer inhalativen Kortikosteroidtherapie kann ein ansteigender FeNO-Wert auf ein erhöhtes Risiko für eine erneute Verschlechterung hinweisen.
Was kann die Messwerte beeinflussen?
FeNO-Werte sollten immer im medizinischen Gesamtzusammenhang bewertet werden. Verschiedene Faktoren können das Messergebnis beeinflussen.
- Nahrungsmittel: Nitrathaltige Lebensmittel wie Salat oder Wurst können die FeNO-Werte erhöhen. Deshalb sollten sie ein bis zwei Stunden vor der Messung möglichst nicht gegessen werden.
- Infekte: Atemwegsinfekte, zum Beispiel durch Rhinoviren, können die Werte erhöhen und müssen berücksichtigt werden.
- Rauchen: Rauchen kann zu niedrigeren FeNO-Werten führen. Dadurch lässt sich das Ausmaß einer asthmatischen Entzündung bei Rauchern nicht sicher abschätzen.
- Allergene: Bei sensibilisierten Personen kann eine Allergenexposition die Werte erhöhen, oft bereits bevor Beschwerden deutlich wahrgenommen werden.
- Medikamente: Eine inhalative Kortisontherapie kann erhöhte FeNO-Werte senken.
Wo wird die FeNO-Messung angeboten?
Die FeNO-Messung wird in vielen pneumologischen Praxen, Kliniken und kinder-pneumologischen Einrichtungen angeboten. Sie kann die Diagnostik und Verlaufskontrolle bei Asthma sinnvoll ergänzen.
Wer bezahlt die Messung?
Private Krankenversicherungen erstatten die FeNO-Messung in der Regel nach der geltenden Gebührenordnung für Ärzte.
Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Leistung derzeit nicht, sodass diese Leistung als individuelle Gesundheitsleistung angeboten wird.
Die Kosten dafür betragen 25,00 €.
Sie haben Fragen zur FeNO-Messung?
Sprechen Sie uns gern an. Wir erklären Ihnen, ob die Untersuchung in Ihrem Fall sinnvoll ist und wie sie in die weitere Diagnostik oder Therapieplanung einbezogen werden kann.
Original-Flyer als PDF
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